Die Spezialitäten von Kristiinankaupunki

Weihnachtskreuze
Das Aufstellen von Weihnachtskreuzen ist eine Tradition, deren Ursprünge bis in heidnische Zeiten zurückreichen. Die Kreuze wurden aufgestellt, um böse Geister zu vertreiben. Weihnachtskreuze kommen in der gesamten Region Österbotten häufig vor. Am bekanntesten ist wohl das Lappfjärd-Kreuz. Kürzlich wurde auch Kristiinankaupunkis eigenes Kreuz, das Wendelin-Weihnachtskreuz neu gestaltet.

Die Farben der Lampen variieren von Dorf zu Dorf etwas. Laut Tradition wird das Weihnachtskreuz am Heiligabend entzündet und leuchtet bis zum Ende der Weihnachtszeit am St.-Knuts-Tag. Erst am Faschingsdienstag wird das Kreuz wieder entfernt. Die Legende besagt, dass ein Bewohner des Hauses im kommenden Jahr sterben wird, wenn eines der Fichtenzweigbüschel heruntergefallen ist. Wenn es einen Trauerfall in der Familie gab, wurde das Kreuz gar nicht erst aufgestellt.
Weihnachtskreuze gibt es auch in kleineren Größen, eines im beliebten Miniaturformat, das im Haus ins Fenster gestellt wird, sowie eines, dass z.B. auf dem Balkon aufgestellt werden kann.

Katzen
Kristiinankaupunki ist berühmt für seine Katzen. Man sieht sie überall in der Altstadt - mit gestreiftem, geflecktem, schwarz-weißem oder rotem Fell. Sie liegen in den Gassen und sonnen sich oder beobachten uns von einem Zaun aus. Der Verkehr ist so ruhig, dass die Menschen ihre Katzen frei in der Stadt herumstreunen lassen, aber selbstverständlich mit Halsband. Warum es hier so viele Katzen gibt, lässt sich leicht erklären. Die Holzhäuser der Stadt stehen oft auf Steinsockeln, in deren Lücken die Katzen sich verstecken können. Im Winter ist es angenehm, sich im Haus die kalten Pfoten aufzuwärmen. Oder warum nicht mal eine Maus fangen?
Die Katzen haben sogar Ihre eigene Gasse namens kattpiskargränden (Katzenpeitschergasse). Zum Ursprung dieses furchtbaren Namens gibt es mehrere Geschichten. Nehmen Sie doch an der Führung „I Katternas Gränder“ („In den Gassen der Katzen“) teil, einem Rundgang mit Führung für Kinder!

Schiefer Kirchturm
Die Ulrika Eleonora aus dem Jahr 1700 ist eine Holzkirche. Bei genauem Hinsehen erkennt man, dass der Kirchturm etwas schief steht. Oft wird behauptet, dass der Turm sich neigte, nachdem die Stadt im Krieg bei Bombenangriffen verwüstet wurde. Es ist unklar, ob dies wirklich der Fall ist, oder ob natürliche Ursachen dafür verantwortlich sind, dass der Turm begann, schief zu stehen, insbesondere, da der Zahn der Zeit seine Spuren hinterlassen hat.

Kartoffeln
In Kristiinankaupunki werden auf einer Fläche von rund 2000 Hektar Kartoffeln angebaut. Nicht weniger als ein Drittel aller in Finnland angebauten Speisekartoffeln stammen aus den Dörfern rund um Kristiinankaupunki, womit man zu den größten Produzenten des Landes gehört. Es ist daher auch nicht verwunderlich, dass sich eine Reihe von Unternehmen auf die Verarbeitung von Kartoffeln spezialisiert haben. Im Sommer glaubt man fast schon hören zu können, wie die Kartoffeln in langen Reihen auf den langgestreckten Feldern wachsen.

Die Tratschspiegel
Wenn Sie schon einmal einen Spaziergang inmitten der Holzhäuser im Stadtzentrum gemacht haben, sind Ihnen vielleicht die Spiegel aufgefallen, die an der Außenseite bestimmter Fenster angebracht sind. Die Spiegel sind schräg ausgerichtet, so dass man vom Inneren des Hauses aus sehen kann, was draußen auf der Straße geschieht, und zwar in beiden Richtungen. Daher stammt auch der Name der Spiegel.
Der Tratschspiegel ist aber nicht zu verwechseln mir den Spiegeln, die gelegentlich an Hofeinfahrten angebracht sind. Diese Spiegel haben eine andere, aber ähnliche Funktion. Sie sorgen für eine bessere Sicht, wenn man mit einem Fahrzeug aus seinem Hof herausfährt.